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Methoden

Einleitung

Den Begriff Methoden in der Erwachsenenbildung haben Sie sicherlich schon öfter gehört. Das kann daran liegen, dass Methoden das wichtigste Handwerkszeug zur Planung Ihres Vhs-Kurses sind.

In diesem Lernbereich geht es um:

  • Was sind Methoden?
  • Wie setzen Sie Methoden ein?
  • Methodenkoffer

Was sind Methoden?

Als Methoden kann man Ihre Vorgehensweise im Vhs-Kurs bezeichnen. Das sind dann zum Beispiel Techniken und Hilfsmittel, die Sie in Ihrem Kurs einsetzen. Die Funktion von Methoden liegen darin, einen Raum bereitzustellen, der anregt und eine Bewegung ermöglicht. Eine Bewegung des Entdeckens und Entwickelns – kurz: des Lernens.

Methoden ermöglichen Ihnen mit Ihren Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und einander kennenzulernen. Sie werden wahrnehmen, dass bei Ihren Teilnehmenden sicherlich schon viel Vorwissen vorhanden ist. Mit Methoden schaffen Sie es, dass Ihre Teilnehmenden Informationen aufnehmen können und eigene Ideen und Einfälle entwickeln. Mithilfe von Methoden gelingt es Ihnen auch, Ihre Lernziele zu erreichen. Zu den Lernzielen erfahren Sie noch mehr im zweiten Lernfeld – Kurs planen. Um all das zu erreichen, sind Hilfen notwendig – nämlich Methoden.

Übung: Methoden

Wissen Sie denn noch, welche Methoden Sie am ersten Präsenztag kennengelernt haben? Wenn Sie weiterlesen, finden Sie im Methodenkoffer Übungen und Methoden, die Ihnen sicherlich schon bekannt vorkommen.

 

Wie setzen Sie Methoden ein?

In der BaLiE-Qualifizierung haben Sie bereits gelernt, dass ein Bildungsangebot in verschiedene Phasen aufgeteilt wird.

Lesen Sie hierzu gerne nochmals im Bereich – Lernen gestalten, Schritt 4 – nach

Demnach werden Bildungsveranstaltungen in drei Phasen unterteilt:

  1. Einstieg
  2. Hauptteil (Erarbeiten und Integrieren)
  3. Schluss (Auswerten)

Entsprechend dieser drei Phasen, wählen Sie Ihre Methoden aus. Für die Methodenauswahl bedeutet dies folgendes:

1. Einstieg

Für die Anfangssituation eigenen sich Methoden, die Sprechanlässe bieten. Zum Beispiel können Sie mit einer Vorstellungsrunde beginnen. Mit einer Vorstellungsmethode ist das Eis gebrochen. Den Teilnehmenden fällt es nun leichter, sich im weiteren Verlauf am Lernen zu beteiligen. Hilfreich ist es ebenfalls, die Erwartungen der Teilnehmenden abzufragen. Auf diese Weise können Sie klären, welche Erwartungen der Teilnehmenden Sie erfüllen können und welche nicht. Ebenfalls geben Sie einen thematischen Einstieg. Das bedeutet, dass Sie den Teilnehmenden aufzeigen, was Sie in Ihrem Kurs erwarten wird.

2. Hauptteil

Im Hauptteil benötigen Sie Methoden, damit Ihre Teilnehmenden die Informationen wirklich aufnehmen können. Ihre Teilnehmenden werden sich dann mit dem Thema auseinandersetzen und eigene Gedanken dazu entwickeln. Die Wahl der Methoden für den Hauptteil sind abhängig vom Kursthema. Ein Kurs, in dem es um Sachthemen geht, beinhaltet andere Methoden als ein Kochkurs. Bei einem Sachthema kann es zunächst um Wissensvermittlung gehen, sodass ein einführender Vortrag die richtige Methode wäre. Bei einem Kochkurs arbeiten die Teilnehmenden eher praktisch. Hier eigenen sich eher Rezepte mit vielen ansprechenden Bildern. Wenn Sie weiterlesen, erfahren Sie im Schritt 3 – Methodenkoffer, welche Methoden Sie am besten für Ihren Kurs im Hauptteil einsetzen können.

3. Schluss

Gestalten Sie auch das Ende einer Veranstaltung offen. Das gelingt Ihnen, indem Sie die Teilnehmenden zu Wort kommen lassen. Wenn Sie zu Beginn die Erwartungen der Teilnehmenden abgefragt haben, können Sie am Ende gemeinsam prüfen, ob diese erfüllt wurden.

Tipp: Bewegungs- und Lockerungsmethoden

Methoden können aber auch eingesetzt werden, um die Teilnehmenden zu aktivieren. Wenn Sie zum Beispiel merken, dass die Konzentration Ihrer Teilnehmenden nachlässt, können Sie Bewegungs- oder Lockerungsmethoden einsetzen. So gelingt es Ihnen, die körperliche und geistige Konzentration Ihrer Teilnehmenden wiederherzustellen. Auch kurz vor oder nach einer Pause eigenen sich Bewegungsangebote.

Methodenkoffer

In der BaLiE-Qualifizierung haben Sie bereits einige Methoden kennengelernt. Diese und noch viele weitere Methoden sind in der Vertiefung für Sie hinterlegt. Hier finden Sie eine Sammlung aus vielen verschiedenen Methoden, die Sie in die Lernphasen integrieren können. Diese werden Ihnen dabei helfen, Ihren vhs Kurs zu planen und lebendig zu gestalten.

Merke: Methoden sollten abwechslungsreich sein

Die Methoden, die Sie einsetzen, sollten abwechslungsreich sein. Wählen Sie Methoden, die Spaß machen und alle Sinne ansprechen.

Nutzen Sie Methoden, die Sie gut beherrschen oder bereits selbst erfahren haben.

Angaben zu Literatur und Quellen

Jörg Knoll
Kurs- und Seminarmethoden. Ein Trainingsbuch zur Gestaltung von Kursen und Seminaren, Arbeits- und Gesprächskreisen
Beltz Verlag | 2007 | Regelsprache

Wb-Web
Methodik in der Erwachsenenbildung
Webseite: WB-web Methodik in der Erwachsenenbildung | 23.02.2024 | Regelsprache